CorneXion GmbH Ein Brückenschlag für Innovation

Der „maakwi Campus“ in Heek ist eigentlich ein Hotspot für Themen wie Energie oder Umwelt. Am Campus wird aber auch an anderer Stelle in die Zukunft gedacht: Mit dem im September 2023 gestarteten Innovationsnetzwerk „maakwi-connect“ setzen der Campus selbst und das Lingener Unternehmen CorneXion gemeinsam einen Impuls für die Vernetzung über Grenzen hinweg. Führungskräfte regionaler Unternehmen treffen sich hier zu Workshops auf Augenhöhe, teilen Erfahrungen und Ziele. Dieses Netzwerk ist aber mehr als nur ein lokales Event-Format. Das Campus-Team um die Geschäftsführer Markus Niewerth und Ludger Gausling haben zusammen mit CorneXion ein erfolgreiches „Proof of Concept“ für die Unternehmen in der Region erstellt, die traditionell für ihre mittelständische Substanz bekannt ist, sich aber gleichzeitig den radikalen Herausforderungen der Digitalisierung stellen muss.

Beide Partner haben den gleichen Ansatz: Die CorneXion GmbH mit Hauptsitz in Lingen (Ems) und einem Büro in Düsseldorf und der „maakwi Campus“ wollen Sparringspartner für Unternehmen sein. Und genau das soll über „maakwi-connect“ zum Ausdruck kommen. „Das Ziel unseres Netzwerks ist es, etablierten Unternehmen im Westmünsterland und darüber hinaus, den Zugang zu innovativen Start-ups aus ganz Deutschland zu erleichtern“, formuliert es Niewerth. Und Andreas Bernaczek, Gründer und zertifizierter Innovationsmanager bei CorneXion, ergänzt: „Vom kleinen Mittelständler bis zum Milliarden-Unternehmen: Wir nehmen alle mit.“
Sowohl Bernaczek als auch Bastian Papen, Geschäftsführender Gesellschafter, bringen eine klassische Banken- und Management- Vergangenheit mit. Betriebswirtschaftliches Handwerk und die Dynamik der Start-up-Welt: Die jüngste Auszeichnung als „Innovator 2026“ durch Focus Business ist ein Beleg dafür.

Das Kernteam von sechs Mitarbeitenden koordiniert heute ein Netzwerk aus über 100 Mitgliedsunternehmen vom südlichen Niedersachsen über das Emsland und die Grafschaft Bentheim bis in das Münsterland hinein. Die Region beherbergt Weltmarktführer und hochspezialisierte Handwerksbetriebe gleichermaßen. CorneXion versteht sich dabei als Katalysator, der den eher ländlichen Raum mit Innovationszentren verbindet. „Positiv hemdsärmelig“ nennen die Verantwortlichen ihren Ansatz. In einer Welt, in der Begriffe wie „Disruption“ und „Transformation“ oft als inhaltsleere Schlagworte durch Konferenzräume geistern, setzt man in Lingen auf Ergebnisse. Das Portfolio reicht von der Begleitung bis zur ISO-Zertifizierung im Innovationsmanagement bis hin zur Lösung konkreter Digitalisierungsprobleme im Einkauf. Diese Themen wolle man über „maakwi-connect“ in den Mittelstand transportieren, sagt Niewerth.

Datenbank mit über 35.000 Start-ups

Besonders wertvoll für die regionalen Unternehmen ist der Zugriff auf eine weltweite und branchenübergreifende Datenbank mit über 35.000 Start-ups. Davon sind mehr als 1.000 bereits mit spezifischen Lösungen für den deutschen Mittelstand vorausgewählt. Ob es um die Implementierung eigener ChatGPT-Instanzen oder die Optimierung von Lieferketten geht: Die Möglichkeiten sind vielfältig. Warum aber braucht ein gesundes Unternehmen überhaupt ein solches Netzwerk? „Viele KMU tun sich noch immer schwer mit Digitalisierung oder anderen Innovationsthemen, weil es keine klare Strategie gibt. So entsteht nur Aktionismus“, sagt Bernaczek. „Echte Ziele statt Zombie-Innovationssysteme: Dabei helfen wir mit maakwi-connect.“ Nicht als Unternehmensberater, sondern als Impulsgeber, als „Partner auf Augenhöhe“, wie Niewerth es formuliert. Eine oft identifizierte Herausforderung ist das sogenannte „Innovator’s Dilemma“. Viele Unternehmen seien so gut darin, ihr aktuelles Produkt zu optimieren, dass sie den Moment verpassen, in dem sich der Markt grundlegend ändert. Stattdessen müssten etwa 20 Prozent der Ressourcen in Themen fließen, die heute noch weit weg erscheinen, um ein Geschäftsmodell zukunftsfest zu machen. Und dafür soll „maakwi-connect“ am Heeker Campus eine Aufmerksamkeit schaffen – und Wege aufzeigen. Die Verortung des „maakwi Campus“ bringt zwangsläufig den Blick nach Westen mit sich.

Die Grenze zu den Niederlanden ist in dieser Region keine Barriere, sondern eine Einladung. Die niederländische Wirtschaft gilt oft als Vorreiter in Sachen Agilität und digitaler Vernetzung. „maakwi-connect“ nutzt diese räumliche Nähe: Der Austausch mit niederländischen Partnern und die Vernetzung über die Grenze hinweg sind integraler Bestandteil der Strategie. In einer Region, in der viele Pendler und Warenströme täglich die Grenze queren, ist grenzüberschreitende Innovation kein „Nice-to-have“, sondern längst auch wirtschaftliche Realität. Gemeinsam mit „maakwi“- Impulsgeber Mario Dönnebrink und Markus Niewerth will CorneXion dies am „maakwi Campus“ in konkrete Maßnahmen überführen.

Strategisch günstig an A 31

Heek liegt strategisch günstig an der A 31 und ist eine Art Brückenkopf zwischen der Grafschaft Bentheim, dem Münsterland und den angrenzenden niederländischen Provinzen. CorneXion wiederum ist längst nicht mehr auf den Nordwesten beschränkt. Mit dem Regionalmanagement für den KI-Park Berlin betreut das Unternehmen ein Mandat, das es mit Schwergewichten wie Bosch, VW und Schaeffler zusammenbringt. Dieser direkte Draht in die Hauptstadt und zu europäischen KI-Netzwerken sichert den Unternehmen über „maakwi-connect“ einen breiteren Zugang zu Wissen und Kompetenzen. Das Ziel für die kommenden Jahre definieren Bernaczek und Niewerth daher so: Das erfolgreiche Konzept aus Heek und Lingen soll skaliert werden. Erste Planungen für einen Roll-out in andere Regionen Deutschlands laufen bereits. Doch der Kern bleibt die „Kulturbrücke“. Ob es die Verbindung zwischen der Grafschaft Bentheim und dem Münsterland ist oder der technologische Transfer zwischen einem Berliner KI-Start-up und einem Emsländer Maschinenbauer: CorneXion und der „maakwi Campus“ bauen mit „maakwi-connect“ die Brücken