23 Partnernetzwerke arbeiten bei TECH.LAND an Innovationen mit regionalen Mehrwert. Sie geben einen Überblick über Förderprojekte, wo potenzielle Synergien schlummern oder Partner in den definierten Clustern warten. „Gemeinsam können wir die Herausforderungen, die die Wirtschaft auf beiden Seiten der Landesgrenze bewältigen muss – etwa Fachkräftemangel, Automatisierung oder Energiewende –, besser lösen und dabei sogar unentdeckte Potenziale heben“, erklärt Hans Brouwers, TECH. LAND Program Manager. Anspruch sei aber, nicht nur Kontakte herzustellen, sondern gezielt Projekte und Kooperationen zu ermöglichen. „Wir sind mehr als ein Netzwerk. Wir wollen eine Business-Plattform für Entwicklung sein“, betont Brouwers. TECH.LAND gewinnt dabei zunehmend internationale und politische Aufmerksamkeit. Ein Beispiel ist das Projekt MOMO-C (Mobile Modular Charger). Als flexible Alternative zur stationären Ladeinfrastruktur an großen Flughäfen entwickelten die Partner ein mobiles und modulares Ladesystem für die elektrische Luftfahrt.
Neue Partner
In diesem Jahr ist das Netzwerk um zwei Partner gewachsen: NRW. BANK und DigitalHub münsterLAND. Mit der NRW.BANK kommt ein starker Finanzierungspartner hinzu, der Unternehmen bei Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt. Der DigitalHub münsterLAND stärkt die Anbindung an die regionale Start-up- und Innovationslandschaft. Innerhalb des TECH.LAND Accelerators werden damit auch erstmals niederländische Start-ups systematisch in Förderung, Mentorship und Unternehmensentwicklung einbezogen. „Dadurch entsteht eine neue Qualität grenzüberschreitender Gründungsförderung“, so Brouwers.
Premiere für TECH.LAND Xperience
Ein Highlight war 2026 die Premiere der Netzwerkveranstaltung „TECH.LAND Xperience“ in Münster. Mit 1.200 Teilnehmenden, über 100 Speakern – neben hochkarätigen Unternehmensvertretern auch NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und der niederländische Regionalminister Erwin Hoogland – und Delegationen aus den USA, Chile, der Ukraine und Finnland wurde deutlich: Die Grenzregion wird als internationaler Innovationsraum wahrgenommen.
Nächste Entwicklungsstufe
Da TECH.LAND zunächst auf drei Jahre angelegt war, geht das Programm nun in die nächste Entwicklungsphase. Ziel ist, die Strukturen des Netzwerks langfristig zu stärken, Unternehmen noch gezielter einzubinden und die Datentransparenz in der Region zu erhöhen. Geplant ist ein EFRE-gefördertes Datenprojekt, das eine digitale Plattform schafft, auf der Unternehmen, Hochschulen und Institutionen verbunden werden (siehe Seite 65). „Wir wollen Innovationspotenziale schneller identifizieren“, erklärt Brouwers.
Hinter TECH.LAND stehen das Twente Board, Oost NL und die IHK Nord Westfalen als Programm-Initiatoren, eng verbunden mit einem starken Partnernetzwerk (23 Partner) aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen – darunter beispielsweise die Kreis-Wirtschaftsförderungen, der Münsterland e.V., die EUREGIO sowie die Fachhochschule Münster, die Saxion Hogeschool, die Universität Münster und die Universität Twente.


